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Seiichi Furuya
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28.9. 2012 – 18.11. 2012
  Mémoires 1978-1988

* FOTOHOF, Salzburg
In der Bibliothek

Seiichi Furuya – Mémoires 1978-1988 
 
Seiichi Furuyas weltweit anerkanntes fotografisches Werk setzt sich wie wenig andere mit  einer solchen Beharrlichkeit des Erinnerns in Bildern auseinander. Immer wieder greift er auf sein großes Archiv an Bildern zurück, das er in den gemeinsam verbrachten Lebensjahren mit seiner früh verstorben Frau Christine in den Jahren von 1978 bis 1988 angelegt hat. So sind unter dem gemeinsamen Titel „ Mémoires“ seit 1989 fünf Bücher des Fotografen erschienen, die im Andenken an seine Frau entstanden sind. 
 
Die Bibliotheksausstellung im Fotohof thematisiert das erste, 1989 bei Camera Austria in Graz erschienene Künstlerbuch „Mémoires 1978-1988“, das auch gleichzeitig als Katalog zur gleichnamigen Ausstellung des damals knapp 40-jährigen Fotografen in der Neuen Galerie Graz diente.
 
Vier Jahre nach dem Freitod von Christine Furuya-Gössler entfaltet sich hier eine öffentlich zur Schau getragene Erinnerungsarbeit in Form von tagebuchartigen Fotoszenarien, deren Spektrum von allgemeinen Bildern eines kurzen Familienglücks mit dem gemeinsamen Sohn Komyo Klaus bis hin zu den schonungslosen festgehalten existenziellen Momenten eines ausgeprägten Individuums reicht.
Buch und Ausstellungsinstallation wird jeweils als eigenes Format und als offener Prozess begriffen, der im Laufe der letzten 20 Jahre zahlreiche überraschende Varianten hervorgebracht hat. Für die Bibliothekswand entwirft Seiichi Furuya nochmals eine Replik auf das legendäre erste Buch, das so einer weitern Überprüfung durch den Künstler unterzogen wird.
 
Seiichi Furuya: Mémoires 1978 – 1988. Mit Texten von Monika Faber, Werner Fenz, Christine Frisinghelli, Wilfried Skreiner. Graz: Edition Camera Austria / Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum 1989.

FOTOHOF